TörnberichteLangfahrt 2010 Wilhelmshaven – Eiderkanal – Kiel Crew 1 Wilhelmshaven – Kiel Nachdem ich 2009 bis zu den Lofoten gesegelt bin, war für 2010 eine Reise in die Ostsee geplant. Der erste Teil der Route sollte von Wilhelmshaven über Helgoland, dem Eiderkanal bis nach Kiel führen. Mit der 2. Crew von Kiel nach Stralsund, Crew 3 von Stralsund nach Danzig, Crew 4 von Danzig über`s Baltikum nach Helsinki, Crew 5 von Helsinki über Turku, Aland nach Stockholm, Crew 6 und 7 Stockholmer Schären und Crew 8 von Stockholm nach Stralsund. Die ersten drei Crews jeweils für eine Woche und alle anderen Crews für zwei Wochen. Bald waren die Crews zusammengestellt und die Termine festgelegt. Samstag 12.06.: Die Pampero, die im Nassauhafen lag, wurde von Heidi und mir für die Langfahrt ausgerüstet. Es kamen noch zusätzliche Ausrüstungsgegenstände und Ersatzsegel an Bord. Der Segelmacher von der Fa. Jade-Sails kam und baute die neue „ Küchenbude“ auf, die noch kurz vor der Langfahrt geordert wurde. Kurz nach Mittag war alles vollbracht. Nun fehlten nur noch unsere zwei Mitsegler, die aus Starnberg (Bayern) kamen. Um 13:10 Uhr trafen Barbara und Gerd ein. Schnell wurden die Lebensmittel eingekauft und trotz der Böenwarnung liefen wir um 15:10 Uhr aus nach Hooksiel. Da wir dicht unter Land mit Maschine liefen, war der Seegang nicht so heftig. Da wir den Strom gegenan hatten, erreichten wir die Schleuse erst um 19:00 Uhr. Wir schleusten durch und machten gleich neben der Schleuse vor dem Restaurant „Brücke“ fest. Hier genossen wir den leckeren Fisch und liefen danach weiter zum Binnenhafen, wo wir im Gemein-dehafen fest machten. Der Hafen Hooksiel ist sehr geschützt und verfügt über eine sehr gute Sanitär- und Versorgungseinrichtung. Da wir alle einen recht anstrengenden Tag hatten, waren wir bald in den Kojen. Sonntag 13.06.: Aufgrund der Wetterlage, Wind aus NNW 6Bft., machten wir einen Hafenliegetag. Nach dem Frühstück bummelten wir durch Hooksiel. Anschließend wurde an Bord gefaulenzt. Abends gingen wir in eine Kneipe um das Länderspiel Deutschland – Australien zu schauen. Nach dem hervorragenden Spiel ging es zurück an Bord. Montag 14.06.: Früh aufstehen war angesagt. Es sollte mit der ersten Schleuse um 08:00 Uhr nach Helgoland gehen. Frühstück auf dem Weg zur Schleuse. Der Dienstag 15.06.: Der Deutsche Wetterdienst meldete für unser Seegebiet Wind aus NW mit 5-6 Bft. in Böen 7 Bft. Nach dem Tanken zogen wir in das Groß (Gr) Reff zwei rein und setzten ¾ der Genua (Ge). Bei sehr gutem Wind machten wir eine schnelle Fahrt bis zur Ansteuerungstonne Eider, die wir um 12:05 Uhr erreichten. Wir bargen die Ge und liefen mit auflaufendem Wasser und gerefftem Gr immer über 6 kn. Um 14:20 Uhr machten wir in der Eiderschleuse fest. 20 Min. später liefen wir mit auflaufendem Wasser die Eider hoch. Die Klappbrücke bei Tönning passierten wir um 16:05 Uhr. Den Rest der Strecke bis Friedrichstadt liefen wir unter Maschine, da der Wind nach-ließ. Die Schleuse bei Friedrichstadt, die wir passieren mussten, um in den Hafen zu kommen, erreichten wir um 17:10 Uhr. Die Schleusengebühr für Ein- und Ausschleusen betrug für unser Boot (11.20 m) € 8,-. Nach dem Ausschleusen machten wir im Yachthafen fest. Der Hafenmeister stand an der Pier und nahm unsere Vorleine an. Dann erklärte er uns alles um den Hafen. Der Hafen und die Mittwoch 16.06.: Wieder ein frühes Aufstehen. Wir ergänzten in einem Supermarkt unsere Vorräte. Um 09:00 Uhr wollten wir in der Schleuse sein, da ablaufendes Wasser war und bis zur Schleuse Nordfeld noch genug Wasser unter dem Kiel sein sollte. Es klappte alles prima. Schon um 09:10 Uhr liefen wir aus der Schleuse aus. Der Strom setzte mit 0,5 kn gegen uns. Die Schleuse Nordfeld erreichten wir um 10:05 Uhr. Nun hatten wir für den Rest der Reise keine Tide mehr. Bei schönstem Wetter- leider kein Wind- liefen wir unter Maschine durch den landschaftlich reizvollen Eiderkanal. Unseren Zielhafen Lexfähre erreichten wir um 15:35 Uhr. Auch hier empfing uns ein freundlicher Hafenmeister. Die
Freitag 18.06.: Nach dem Frühstück wurde die Pampero aufgeklart und um 10:00 Uhr verließen Barbara und Gerd die Pampero. Eine sehr schöne und harmonische Woche lag hinter uns.
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